03/ DIE UMSETZUNG

Das Vorhaben wird von allen beteiligten Behörden unterstützt. Die Umsetzung der ersten 250 Hektar wird durch den mit der Flächenagentur Brandenburg GmbH abgeschlossenen Vertrag durch diese beauftragt und finanziert. Das Vorhaben erfordert zudem eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die von der Oberförsterei Briesen als verantwortlichem Träger durchgeführt wird. Nach dem aktuellen Stand sollen 600 Hektar der Prüfung unterzogen werden. Diese setzen sich zusammen aus 200 Hektar geplanter Freilandfläche, auf denen die Offenlandbereiche und Feuchtbiotope kultiviert werden sollen, und 400 Hektar Mischwald. NfG stellt dabei vorwiegend landwirtschaftliche Grenzflächen zur Verfügung, um fruchtbare Böden nicht der landwirtschaftlichen Nutzung zu entziehen (gemäß §15 Abs. 3 und 4 des BNatSchG). Die Auswahl und Zusammensetzung der Baumarten sowie nähere Einzelheiten zur Pflanzung (Flächenvorbereitung, Anzahl, Art und Umfang von Pflanzverbänden etc.) richten sich nach einem Erlass des Ministeriums, der unter anderem auch die Verwendung von gebietseigenen Gehölzen im selben Naturraum vorschreibt. Darüber hinaus werden in Abstimmung mit HNE und HFE Forschungsprojekte zur klimaresistenten Baumarten aufgesetzt.

 

Bereits beschlossen ist die Aussaat von Klee auf insgesamt circa 50 Hektar großen Flächen bei Oegeln, Merz und Ragow, um das Gelingen der darauffolgenden Pflanzung sicherzustellen. Des Weiteren steht die Umwandlung von Kurzumtriebsplantagen (KUP) in Grunow fest, auf denen bisher Energieholz aus teilweise nicht einheimischen Arten erzeugt wurde. Ab 2021 sollen dort ökologisch höherwertige Mischwälder entstehen.

Zeitraum

Die Umsetzung erstreckt sich über einen Zeitraum von circa fünf Jahren. Bis spätestens Ende 2022 werden die Anpflanzungen zur Erstaufforstung vorgenommen sein, bis zur Abnahme durch Forstsachverständige Ende 2027 (spätestens 2029) pflegen wir die jungen Bäume als gesicherte Kultur.

Kontrollen

Unsere Arbeit wird von den zuständigen Behörden überprüft. Dies wird entweder zu festen Terminen, beispielsweise nach Ende der Pflanzsaison im April und Dezember, oder in Abhängigkeit des Fortschritts, wie zum Beispiel nach einer festgelegten Anzahl von Maßnahmen oder Flächen, stattfinden. Die Pflege der Maßnahmen erfolgt ebenfalls in Eigenregie.

Wissenschaftliche Begleitung

Mit der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) und dem Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE) haben wir kompetente Partner an unserer Seite, die die Erstaufforstungen auf unseren Flächen für 5 Jahre begleiten werden. Geplant ist ein Forschungsprojekt, das auf den von NfG bereitgestellten Versuchsflächen wissenschaftliche Untersuchungen zum Thema klimaangepasste Laubwälder betreiben soll. Die dadurch gewonnenen forstwissenschaftlichen Erkenntnisse können dazu beitragen, unsere Wälder besser vor bevorstehenden klimatischen Veränderungen zu schützen.

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